Google Trends hilft, Entwicklungen im Suchinteresse zu vergleichen. Das Werkzeug zeigt relative Werte und keine vollständige Absatzprognose. Es eignet sich beispielsweise dazu, saisonale Muster oder unterschiedliche Begriffe zu untersuchen. Eine Themenentscheidung sollte zusätzlich auf Kundenfragen, vorhandenen Suchdaten und Ihrem tatsächlichen Angebot beruhen.
Was bedeuten die Werte von null bis hundert?
Google normalisiert die ausgewerteten Suchdaten für den gewählten Zeitraum und die Region. Ein Wert von 100 markiert den höchsten relativen Punkt der ausgewählten Betrachtung. Er bedeutet nicht 100 Suchanfragen. Sehr geringe Datenmengen können als null erscheinen. Die Erläuterung der Trends-Daten beschreibt diese Grenzen.
Vergleichsbedingungen festhalten
Notieren Sie Zeitraum, Region, Kategorie und Suchtyp. Wenn Sie diese Einstellungen ändern, verändert sich auch die Grundlage des Vergleichs. Eine Kurve für ganz Deutschland beantwortet eine andere Frage als eine regionale Betrachtung.
Prüfen Sie außerdem, ob Sie einen konkreten Suchbegriff oder ein vorgeschlagenes Thema vergleichen. Mehrdeutige Begriffe können unterschiedliche Absichten bündeln. Ein einzelner Ausschlag ist deshalb zunächst ein Anlass zur Recherche, kein fertiger Redaktionsauftrag.
Ein praktisches Beispiel zur Themenplanung
Ein fiktiver Gartenbaubetrieb möchte einen Ratgeber zur Gartenbewässerung veröffentlichen. Das Team untersucht mehrere Jahre, um wiederkehrende saisonale Muster zu erkennen. Anschließend gleicht es diese Beobachtung mit Beratungsgesprächen und bestehenden Website-Anfragen ab.
Das Ergebnis könnte eine frühzeitige Veröffentlichung vor einer regelmäßig stärkeren Nachfragephase sein. Der Betrieb sollte dennoch nicht allein aus einer Kurve auf zukünftige Aufträge schließen. Wetter, Nachrichten und das eigene Einzugsgebiet können das tatsächliche Interesse verändern.
Von der Beobachtung zur Entscheidung
- Eine konkrete Frage formulieren, etwa zur Saison oder Wortwahl.
- Vergleichbare Begriffe und passende Einstellungen auswählen.
- Mehrere Zeiträume prüfen und auffällige Ereignisse recherchieren.
- Beobachtungen mit Search Console, Kundengesprächen oder interner Suche abgleichen.
- Eine überprüfbare Content- oder Kampagnenhypothese ableiten.
Typische Fehlinterpretationen vermeiden
Vergleichen Sie getrennte Diagramme nicht so, als hätten sie dieselbe absolute Skala. Ein relativer Höchstwert bei einem Nischenthema kann viel weniger Suchaktivität repräsentieren als ein niedrigerer Wert bei einem breiten Thema. Auch eine steigende Kurve sagt nichts über die Wirtschaftlichkeit Ihres Angebots aus.
Dokumentieren Sie schließlich, welche Entscheidung aus der Analyse entstanden ist. Nach der Umsetzung prüfen Sie Sichtbarkeit, passende Nutzung und Anfragen. So wird Google Trends Teil eines nachvollziehbaren Arbeitsablaufs, statt nur interessante Grafiken für eine Präsentation zu liefern.
Unterstützung bei der Umsetzung
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